der Sommer
Im Sommer gingen die Umbau Arbeiten weiter voran.
War es die Hitze, die schlechte Planung oder die mangelnde Aufsicht über die Baustelle, keine Ahnung. Aber es musste kommen, ein Ausfall der Internetverbindung. Ich wurde rübergeschickt und als ich im Hauptgebäude angekommen war, lief wieder alles normal. Allerdings war der Ausfall beweisbar.
Nach kurzer Frage an eine Person des Facility Managements, ob vielleicht Elektriker im Haus wären, diese es bejahte, war die Ursache gefunden. Die Besonderheit hier, eigentlich ging es um keine kaputte Deckenleuchte. Beim Versuch diese zu reparieren oder zu tauschen, kam es zu einem Kurzschluss, der auch den Serverraum lahmlegte. Berücksichtigt man jetzt, dass der Raum mit der defekten Lampe auf der anderen Seite des Ganges war, lässt das auf eine sehr "seltsame" Verkabelung schließen.
Dabei wurde auch entdeckt, dass zwischen der Zubringerleitung und dem Serverraum 2 Sicherungen existierten, jedoch kein eigener Versorgungsstrang.
Wie auch nicht anders zu erwarten, wiederholte sich der Ausfall ein paar Wochen später wieder, nur dieses Mal wurde dabei die Hardware Firewall geröstet und musste komplett neu gemacht werden.
Wochen zuvor hatten die Elektriker einen Kabel vom Keller in den ersten Stock gekappt, was zur Folge hatte, dass der linke Trakt im Erdgeschoss keine Internetverbindung mehr hatte. Da es sich hier um ein Glasfaserkabel handelte, konnte ein schnelle Reparatur nicht umgesetzt werden. Schon alleine deswegen, weil nicht klar war, wo das Kabel verläuft. Die Pläne waren ja nicht vertrauenswürdig.
Man entschied daher, diesen Bereich mit mobilen Internet Access Points zu versorgen, für die Dauer des Umbaus. Genauer gesagt brauchte es 2 Access Points, da die Applikationen sehr hungrig sind, was die Bandbreite angeht.
Das die Elektriker aus unserer Sicht, lieber einen anderen Job durchführen sollten, war es nach kurzer Zeit klar. Als die zentrale Türschließanlage plötzlich nicht mehr funktionierte, waren die Schuldigen schnell gefunden. Die Elektriker. Dieses Mal haben sie ein Kabel gefunden und es abgezwickt und dann insgesamt 7m aus der Wand rausgezogen. Danach waren die Eingangstüren unversperrt. Als besondere Fleißaufgabe haben die Elektriker, die 7m Kabel in lauter 1m Kabelstücke weiter zerschnitten und als es notwendig war, diese Leitung wieder herzustellen, haben sie natürlich die 7x 1m Kabel wieder zusammengesteckt und wieder in die Wand eingezogen.
An einem Wochenende ist das Hauptgebäude fast abgebrannt, Elektriker und Klimaanlagen vertragen sich nicht, soviel war uns schon klar.
Aber Installateure sind auch ein eigener Schlag. Zuerst sperren sie im rechten Trakt das Wasser ab, dann stellt man fest, dass das Gebäude mehr als nur einen Stock hat und die WC's oberhalb daher nicht benutzbar sind. Nachdem das Wasser wieder aufgedreht war und dieses Mal nur ein Bereich im Gebäude stillgelegt war, entschloss ein Installateur am Dachboden ein Ventil auszubauen!
Das Ventil wurde ausgebaut, aber das Rohr wurde nicht abgeschlossen, stillgelegt oder wieder verbunden. In Folge kam es zu einem Wasserschaden, da das Ventil am Freitag entfernt wurde und das Wasser über das Wochenende Zeit der Gravitation zu folgen.