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Gerüchte und/oder Vorgeschichte

Als ich vor 4 Jahren in das Unternehmen eingetreten bin, hörte ich nach kurzer Zeit ein Gerücht. Es wäre ein Umbau des Hauptgebäudes geplant. Dieses Gerücht oder dieser Plan zog sich schon sein sehr langer Zeit hin. 

Im Februar 2024 wurde dann mit dem Umbau endlich begonnen. Soweit schien alles in Ordnung zu sein, "Gut Ding braucht Weile", sagt das Sprichwort, aber die Schattenseiten kam während meiner 4 Jahre, wenn auch nur durch "Hören/Sagen" ans Tageslicht.

Der Plan für die Umbau wurde so oft geändert, dass angeblich die Kosten für die ständigen Planänderungen auf über 1 Million € angestiegen sind. Diese Summe musste dann angeblich der Vorstand in einer Aufsichtsratssitzung rechtfertigen. Ergebnis, der Vorstand wurde erneut für 4 oder 5 Jahre bestellt. 

Die letzte Planänderung wurde vom zuständigen Magistrat abgewiesen, weil ca. 12-14 Planänderungen innerhalb kürzester Zeit sind nicht normal.

Der Zeitplan wurde von Februar bis Sommer 2024 kommuniziert. Den daraus resultierenden Schenkelklopfer, konnte man in Vorarlberg hören. 5-6 Monate Umbau Arbeiten bei einem so großen Gebäude, unrealistischer kann man nicht planen.

Das Gebäude hat mich in den 4 Jahren Einiges gelehrt. Ein Punkt war, als ich die Landosen auf einem Plan eintragen musste, habe ich mir vom Facility Manager einen Etagenplan organisiert. Da stand ich an einer Stelle, wo laut Etagenplan eine Wand sein sollte. Nun da ich nicht durch Wände gehen kann, aber auch keine Wände in meiner Armlänge hatte, war ich schon ein wenig verwundert. 

Das Gebäude von der Architektur und Bauweise, soweit ersichtlich, erinnerte mich stark an die meine Zeit im Gymnasium. Gleicher Aufbau, gleiche Fassade, vermutlich gleicher Architekt und gleicher Bauzeitraum. Massiver Ziegelbau!.

Die Muttergesellschaft war sich jedoch nicht sicher und ließ daher Kernbohrungen durchführen. Nach einiger Zeit war jede Wand im gesamten Gebäude angebohrt und was kam zum Vorschein, Ziegel. Ein Schelm, wer hier Böses denkt.

Kurz vor dem Beginn der Abrissphase präsentierte man voller Stolz auf der Homepage die Geschichte und den Werdegang des Gebäudes. Ein kurzer geschichtlicher Exkurs zeigte, dass das Gebäude von einem Pfandleihhaus, zu einem Dorotheum wurde und am Ende von der Muttergesellschaft übernommen wurde.

[Dorotheum ist ein Auktionshaus, wo durchaus Wertgegenstände gelagert sind.]

Weitere Bohrungen wurden durchgeführt und es wurde auch die Garagendecke überprüft. Bei einer Bohrung vom Hof in die Decke ist in der Garage ein Teil dieser runtergefallen. Es gab keinen Sachschaden (Autos) und keine Verletzten.